7 Tage Fotografie

Sonntag, 7. Februar 2010 | von Thorsten | Kategorie: Aktuell, Persönlich, Privat

Montag, 1. Februar 2010; Flensburg versinkt gerade im Schnee. Heute ist es gefühlt Minus 10 Grad kalt. Schneeschauer sind mal stärker, mal schwächer und wirklich sonnig ist es leider auch nicht. Zu all dem Schneetreiben wird hier nur noch sporadisch frei geräumt, so dass viele Wege und Straßen geradezu Fallencharakter entwickeln. Dort wo gar nicht geräumt wurde, liegt der Schnee stellenweise 20 bis 30 Zentimeter hoch und unter dem neu gefallenen, sehr festen ist es gefroren und damit richtig glatt. Ich bin froh nicht viel erledigen zu müssen, um so mehr genieße ich das Wetter von drinnen. Heute ausnahmensweise aus der Walzenmühle.

Walzenmühle Flensburg

Walzenmühle Flensburg

Dienstag, 2. Februar 2010; Tolles Wetter! Gestern noch Minusgrade, entwickelt sich das Wetter heute eher in Richtung Regenmatschschneegriesel, oder anders gesagt, ‘es weiß nicht so genau was es werden wollte’. Schön wäre es ja, wenn es wenigstens beständig wäre, denn dieser ständige Wechsel zwischen auftauen und neu zuschneien fängt doch allmählich an anstrengend zu werden. Nichts gegen Schnee, aber dann bitte Richtig und viel, oder eben Nichts. Dank der (geliehenen) Mobilität, konnte ich heute tatsächlich eine der von mir gestern erwähnten Fallen ausprobieren. Nicht nur, dass ich nach Sonwik wollte; nein, ich bin auch bis zum Yachthafen gefahren. Hin war ja einfach! Aber vielleicht sollte ich erwähnen, dass es dort doch etwas abschüssig ist und weder Salz gestreut noch der Schnee beiseite geräumt wurde. Nach mehrfachem Flu… äh Beten, oder doch eher rein technischem hin- und herbewegen des Fahrzeugs, genügte es sich aus der Parkbucht heraus und quälte sich den Hügel mit Schwung hinauf.

Eines der wenigen Schiffe in der Marina Sonwik

Eines der wenigen Schiffe in der Marina Sonwik

Wohn- und Geschäftsgebäude Lee und Luv in Sonwik

Wohn- und Geschäftsgebäude Lee und Luv in Sonwik

Mittwoch, 3. Februar 2010; Früh morgens um etwa 5 Uhr werde ich öfters durch unsanfte, nicht weit von mir entfernte Geräusche geweckt. Da diese aber meist nur kurzzeitig und wenig effektvoll sind, schlafe ich meist wieder ein bis ein lautes Klingeln mich dann endgültig wach werden lässt. Das Geknarze und Gequitsche kommt aber nicht von ungefähr, denn jeden Mittwoch ist Wochenmarkt.

Wochenmarkt am Südermarkt

Wochenmarkt am Südermarkt

Im Laufe des Tages wandere ich noch zur Post und komme dabei an der Hauptfeuerwache vorbei. Hier steht eine Skulptur, die durch den eisigen Winter wunderbar gefromt und damit verwandelt wurde. Eben ein kurzzeitiges Schauspiel, dass jeden Tag sein Gesicht ändert, bis es wieder voll abgetaut ist.

Eisskulptur an der Hauptfeuerwache

Eisskulptur an der Hauptfeuerwache

Donnerstag, 4.Februar 2010;Ausruhen und “dasitzen” wär’ mal was tolles, einfach mal die Gedanken dahintreiben lassen, dem unstetigen Treiben dabei zu zu sehen was als nächstes passiert. Das aber im Moment tun zu wollen gleicht eher der Suche einer Nadel im Heuhaufen, auch wenn das Wetter Besserung andeutet, der Schnee bleibt beharrlich auf vielen Dingen liegen. Immerhin, durch das Tauwetter sind jetzt die Straßen schon fast wieder überall befahrbar, ohne das man sich Sorgen zu machen braucht im Auto ein Winterquartier einrichten zu müssen. Ich wünsche mir, dass, auch wenn es noch Winter ist, es bald wieder Frühling werden darf.

Bank im Schnee

Bank im Schnee

Freitag, 5.Februar 2010; Bus verpasst! Naja, was soll’s die halbe Stunde warten bekomme ich genausogut auch zu Fuß zurückgelegt, also Laufen und das bei diesem Wetter. Immerhin der Weg ist ja ganz nett, führt es mich doch vorbei an der Hafenspitze, wo die letzten Schiffe den Winter tapfer aushalten und vor sich hin dümpeln. An eine Ausfahrt ist nicht zu denken, denn die Förde ist zugefroren.

Das Ausflugschiff Viking

Das Ausflugschiff Viking

Samstag, 6.Februar 2010; Irgendwie “Bizarr”, tagsüber taut es und dann friert es Nachts wieder so heftig, dass man sich noch am nächsten Tag zum Mittag über das wunderbare Schauspiel der Natur erfreuen kann. Es macht schon Eindruck diese großen Eiszapfen von den Dächern hängen zu sehen. Aber auch im Kleinen wird durch das Wetter eine vergängliche Kunst geschaffen. Ich bin auf jedenfall froh, dass das Wochenende da ist und mich bei dieser Glätte nichts nach Draußen zieht.

Eingefrorener Busch

Eingefrorener Busch

Sonntag, 7.Februar 2010; Diese Woche neigt sich damit dem Ende. Nur der Schnee, der will noch nicht so schnell aufhören. Gerade hat es wieder angefangen zu schneien. Wie gefährlich glatt und unberechenbar es ist merke ich bereits tagsüber, als ich einen kurzen Ausflug starten wollte, den ich dann aber vorsichtshalber abbrach. Wie sagt man so schön: “Hals und Beinbruch!” Ja, bei der Glätte könnte das glattweg passieren. Also lieber nichts herausfordern, denn gestreut wird hier nichts mehr, nicht einmal die Hauptstraßen werden noch freigeräumt.

Angelburger Straße unter Schnee

Angelburger Straße unter Schnee

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